Carnivora

Neuauflage ab Anfang 2019 erhältlich!
Carnivora ist eine überarbeitete Neuauflage von 'Geraubte Seele'.
Inhalt:

Es begann vor 16 Jahren, als sie sich zwischen der Mutter und dem Mann, den sie liebte, entscheiden musste. Von der Mutter fallengelassen und von ihrer Liebe nach einiger Zeit abgeschoben in ein Bordell, um seine Schulden abzuarbeiten, dort geschlagen, gedemütigt, gefangen gehalten, erstarrte sie in ihrem Schicksal, als ER sie zurückließ und dabei ihre Seele stahl.

Endlich frei hatte sie nur ein Ziel: Rache! Um dieses Ziel zu erreichen, entschied sie sich für das gleiche Spiel, allerdings nach ihren Regeln. Kurz vor ihrem Ziel stellt sie auf einmal fest, dass es nicht mehr ihre Regeln zu sein scheinen.

Zoe Zander verzichtet gewollt auf die Beschreibung persönlicher Attribute, die in den Tiefen der Seele so unbedeutend sind.

Den erstarrten Schmerz stellt sie durch teilweise sehr detaillierte Schilderungen ihrer Aufträge als Sklavin dar, und lediglich anhand ihrer (gewollt hervorgehobenen) Gedanken gelingt es dem Leser, sich ihrer Seele und ihrer Persönlichkeit zu nähern. Zoe gelingt mit ihrem ersten veröffentlichten Werk ein sanftes Aufbrechen der Tabus rund um das Thema SM/BDSM.

Ein Glossar rundet ihr Werk ab.

Hinweis:
Carnivora ist eine Neuauflage des Buches “Geraubte Seele”

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Lesen mit Buchanimation:

Lesen ohne Buchanimation:

Pressestimmen

Bruderlustig

Harte Kost beschert Zoe Zander ihren Leserinnen und Lesern in ihrem Roman Geraubte Seele.

Sie erzählt von einer Liebesdame, die ganz besonderen Service bietet: Bondage, SM und Rollenspiele, die ganz speziell sind – weil Alex, wie sie heißt, hierbei regelmäßig Grenzen überschreitet. Grenzen, die sie selbst in höchstem Maße gefährden. Und ihre Freier ganz offensichtlich in höchstem Maße entzücken.

Begehrt und teuer als Hure

Kein Wunder, dass sie als Hure begehrt und teuer ist. Denn es gibt diese besondere Art von Männern, die Vergnügen daran findet, Frauen zu demütigen und zu peitschen, bis sie selbst zu müde werden, die Peitsche zu schwingen. Oder die Lust darin finden, die ungeliebte Kollegin über die Maßen zu demütigen – sie entführen, missbrauchen, peitschen, foltern, beinahe ertränken. Und weil das natürlich mit gewissen Schwierigkeiten verbunden wäre, das der verhassten Kollegin selbst anzutun, muss Alex herhalten. Sie übernimmt im Rollenspiel die Rolle der Kollegin, die wahrscheinlich nicht einmal ahnt, welche trüben Fantasien sie bei ihren männlichen Kollegen auslöst.

Warum macht sie das?

Nach solchen Sitzungen ist Alex tagelang kaputt und zerschlagen. Und man fragt sich tatsächlich, warum sie sich das antut. Bei der Lektüre wird allmählich klar, wo die Motive liegen könnten: Ihr Lover, für den sie als 16-Jährige das Elternhaus verließ, hat sie zur Hure gemacht und dann fallen lassen. Seinen größten Lustgewinn hatte er, indem er sie anderen Männern zur Verfügung stellte und zuschaute, wie die Alex entführen, peitschten, folterten und missbrauchten. Warum macht sie das also, lange, nachdem er aus ihrem Leben verschwunden ist? Will sie ihn demütigen? Will sie sich bestrafen? Als Alex ihn schließlich wieder trifft, ohne, dass er sie erkennt, nimmt ihre Rache klarere Formen an – obwohl erst einmal nichts darauf hindeutet. Denn bei ihm geht Alex noch einen Schritt weiter über die Grenze des Unwiderruflichen.

Und sie überlebt nur, weil er sie immer wieder zurückholt. Sie hasst sich selbst dafür.

Zoe Zanders kühle Sprache

Das alles beschreibt Zoe Zander in einer kühlen Sprache aus der Sicht der Ich-Erzählerin. Sehr detailverliebt, wenn es um die Vorbereitung der Treffen geht. Und durchaus drastisch von den Treffen selbst. Auch das Nachdenken über ihr Handeln nimmt breiten Raum ein. Dabei ist sie immer so nüchtern wie direkt. Wir nehmen der Erzählerin ab, dass sie erfolgreich Jura studiert. Sie analysiert ihre Situation kalten Herzens und ohne Ausflüchte.

Bezüge zur Geschichte der O

Die Geschichte geht unter die Haut und berührt den Leser. Erinnerungen und Bezüge zur Geschichte der O werden wach. Nur geht Zoe Zander einen Schritt weiter: Einerseits sind die Folterungen härter, andererseits seltsam asexuell. Zumindest für Alex. Mit Sex mag das für die Männer etwas zu tun haben, für sie hat es das nicht. Es ist einigermaßend spannend, das als Mann zu lesen: Man schlägt sich dabei eher auf die Seite der Erzählerin. Sieht, es ist notwendig. Es ist Geschäft. Und es führt sie zum Ziel. Erotisch ist es nicht. Und pornografisch schon gar nicht; da schreibt die Autorin sehr geschickt im Kopf des Lesers weiter. In ihrem Text deutet sie eher an.

Das Ende schlägt Volten

So detailverliebt die Autorin am Anfang ist, so unvermittelt springt uns das Ende an. Ein Ende, das mehrfache Volten schlägt – und zumindest mich einigermaßen ratlos zurückließ. Die Reaktion ihres Ex-Geliebten wird nicht vorbereitet und bleibt seltsam weit hergeholt im Raume hängen …

Zoe Zander - Carnivora

Genre

BDSM

Verlag

Leseeulen-Verlag

Erscheinungsdatum

Erstauflage: 31. August 2012
Neuauflage: 2019

ISBN

000

Seiten

100